FAQ`s - Ihr habt mich gefragt...

Die von Euch am häufigsten gestellten Fragen an mich und meine  Antworten, die Euch hoffentlich weiterhelfen.

Sollte eure Frage nicht dabei sein, schaut doch mal bei den Tipps & Tricks nach, vielleicht findet Ihr dort die passende Antwort.

Oder fragt mich einfach über mein Kontaktformular.

 

Euer Andreas Krauss

Ich benutze folgende Rasenmischung:

https://www.rasenwelt.de/rasenpflege/hochwertige-fairway-mischung-ps-251.html?cache=1578149706

Auch sehr interessant ist diese Mischung:

https://www.rasenwelt.de/rasenpflege/rasensamen-liga-sportrasen-ps40-rsm-31.html

Diese Mischungen enthalten die Poa pratensis.

Die Wiesenrispe ist vielseitig als Rasengras einsetzbar. Sie hat eine langsame Anfangsentwicklung, die eine längere Zeitspanne zwischen Aussaat und Aufgang und damit einen zögernden Abschluss der Narbenbildung zur Folge hat. Hat die Wiesenrispe sich in einer Rasenansaat durchgesetzt, ist sie infolge der guten Ausläuferbildung und der starken Wurzelverflechtung ein Mischungspartner, der bei entsprechender Sortenqualität dichte, geschlossene Narben mit guter Belastbarkeit und Trockenheitsverträglichkeit bei nicht zu starker Wüchsigkeit bildet. Sie stellt hohe Ansprüche an die Stickstoffversorgung und bevorzugt trockenere Standorte, auf nassen Standorten gedeiht sie schlecht. Wegen der guten Belastbarkeit und der dichten Narbenbildung eignet sich die Wiesenrispe vor allem für Strapazier- und Gebrauchsrasen. Die Poa pratensis blüht von Mai bis Juni und ist etwas breitblättriger als andere Gräser! Das muss man akzeptieren und mögen.

Sand lockert den Boden. Sand sorgt für eine gute Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Sand hält die oberste Rasentragschicht trocken. Sand vertreibt Moos. Sand gleich die Bodenunebenheiten aus. Sand bietet Mikroorganismen optimale Bedingungen für den mikrobiellen Abbau der Rasenfilzschicht. Sanden kann man bis zu sechs mal pro Jahr mit einer Menge 0,35 m³ pro 100 m².

Mähroboter sind sehr nützlich, wenn man keine Lust hat selbst zu mähen. 

Die Vorteile sind aus meiner Sicht: 

- mulcht sehr gut

- arbeitet sehr leise

- arbeitet eigenständig

- geringer Wartungskosten

- immer schöner Rasen

Die Nachteile sind aus meiner Sicht: 

- sehr teuer

- kein Streifenbild möglich

- kein Spindelmäherschnitt

- Sichelmesser sehr schnell stumpf

- Gefahr für Kinder und Tiere nicht ausgeschlossen

- nur als Mulchmäher verfügbar => Grasschnitt kann nicht aufgenommen werden => Gefahr der Ausbreitung der Poa annua und Gefahr von Rasenfilz

- Rand wird nicht mit gemäht

- tiefe Schnitthöhen unter 20 mm sind nur eingeschränkt möglich

- wenn der Mäher sich festfährt, fräst er Löcher in den Boden

Ich mag den SWARDMAN, aber es nicht alles perfekt. Der Rasenmäher ist wirklich sehr schick und modern gestaltet. Ich finde, dass die Konstruktion teilweise etwas filigran und nicht robust genug ausgelegt ist. Die Walze hat ein zu dünnen Blech. Das Gerät klappert mit dem Fangkorb manchmal. Nicht schön ist, dass Schleifspuren an der Unterseite des Mähers bilden, wenn man sehr tief mäht. Die Transporträder sind wichtig um die Walze zu schonen, aber sehr ungünstig angebracht. Man muss ich sehr tief bücken, um das Gerät auf den Rädern vorwärts zu schieben. Er hat keine Drahtbürste um das Gras hoch zu bürsten.

Aber es gibt auch wirklich gut gemachte technische Lösungen, die ich klasse finde.

Der SWARDMAN lässt sich sehr gut manövrieren und sehr eng an Zäunen und Beeten entlang fahren. Die Lösung mit den Magneten zur Demontage des linkes Seitendeckel ist super. Die Höheneinstellung funktioniert sehr gut.

Die profilierte Frontrolle ist super (Zubehör). Die Drähte zum Abstreifen von Rasen und Schmutz von der Frontrolle und Heckwalze sind cool.

Und, was besonders wichtig ist, der Mäher mäht wirklich sehr gut. Das Gras wird super geschnitten und die Nachstellung Spindel funktioniert auch sehr gut.

Der Electra hat gut funktioniert und ist fast lautlos. Der Edwin läuft sehr leise.

Der Service ist sehr gut.

Der Preis vom SWARDMAN ist hoch, aber die Ausstattung ist super und es gibt viel Zubehör. Besonders die profilierte Frontrolle vermisse ich beim Allett.

Außer ALLETT gibt es nicht viele Alternativen.

ALLETT (früher ATCO) gibt’s schon sehr lange und die Firma hat nach vielen Jahre durch neue Chefs jetzt wieder richtig Fahrt aufgenommen. Für die Rasenmäher gibt es problemlos Ersatzteile zu kaufen, aber die Lieferzeit ist lang. Die Ausstattung ist ähnlich. Die Maschinen sind robust und einfach aufgebaut. Da macht man nichts falsch.

Tatsächlich würde ich mir auch überlegen, je nach Grundstücksgröße und Schnitthöhe, einen gebrauchten Golfplatz Mäher zu kaufen. Zum Beispiel einen Toro Greensmaster 1000.

Für ca. 2500 €  incl. einer neuen 8 Messer Spindel ist so eine Maschine zu kaufen und dann hat man ein Profigerät, dass perfekt einzustellen ist und ein super Schnittbild erzeugt.

Ggf. ist auch ein gut erhaltener gebrauchter Atco Mäher eine Alternative. Aber hier ist der Markt leergefegt.

Spindelmäher sind sehr empfindlich. Steinchen, Stöcker oder Mähkanten und sonstige harte Gegenstände sind im schlimmsten Fall der Tod des Mähers. Wenn die Spindel eine Macke hat und laute Geräusche macht, ist man als Besitzern nahezu aufgeschmissen. Denn bei allen Spindelmähern ist das größte Problem die Messer schleifen zu lassen. Es gibt nur ganz wenige Firmen die das können und das kostet richtig viel Geld. Mit 80 € - 150 € pro Spindel musst man rechnen. Den Service bietet SWARDMAN auch an. Mit Backlapping kannst Du allerdings einige Jahre deine Spindel scharf halten. Swardman sagte, dass Backlapping bei mit ihrer Spindel nicht funktioniert. Verstanden habe ich das noch nicht.

Leider sind Spindelmäher auch recht wartungsanfällig, weil sie eine aufwendige Antriebstechnik haben. Hier ist es hilfreich, etwas handwerkliches Geschick zu haben und die Machine selbst warten und reparieren zu können.

Es gibt drei wichtige Düngerphasen im Jahr. Im Frühjahr sollte man mit einer stickstoffbetonten Düngung starten. 25% oder mehr Prozent Stickstoff ist hier optimal. Dann im Sommer muss das Gras Hitze und Trockenstress aushalten. Hier hilft dann eine mehr kaliumbetonte Düngung bei gleichzeitiger Reduzierung des Stickstoffanteils. Zum Winter kann noch mal richtig massiv mit Kalium und Magnesium gedüngt werden, um die Gräser für den Winterstress stark zu machen.

Ausserdem sollte über das ganze Jahr die Nährstoffverteilung passen.

Welchen Düngerhersteller man verwendet, spielt aus meiner Sicht nicht so die große Rolle. Compo hat aber eine irre Auswahl an verschiedenen Düngern. Das finde ich sehr interessant. Wichtig ist aber auch, dass ein mineralischer Dünger fachgerecht angewendet wird. Zu viel von dem Dünger und eine schlechte Verteilung kann negative Folgen, wie Verbrennungen und Streifenbildung, erzeugen. Eine organischer Dünger ist da wesentlich verzeihender, aber nicht so effektiv. Dafür ist organischer Dünger nicht gesundheitsschädlich.

Ich finde es auch sehr wichtig das Gras zu beobachten und das Wetter im Auge zu behalten. 

Unebenheiten und Löcher im Rasen auszugleichen ist leider sehr aufwendig?

Mit Sand kannst Du ca. 10 - 20 mm ausgleichen und dann musst Du das Gras wieder nachwachsen lassen.Bei tieferen Löchern musst Du viel Geduld haben. 

Du kannst auch mit einem Sodenscheider, wie bei Rollrasen, die Grasnarbe abschälen und dann den Boden unterfüttern. Das ist aber eine sehr aufwendige Sache und dabei wird der Boden auch nicht ganz eben.

Du könntest auch öfters walzen, um den Boden etwas zu ebnen. Besonders, wenn der Boden feucht ist, funktioniert das ganz gut. Dabei sackt Dir aber der Boden zusammen und Du verdichtest Deine Rasenfläche. 

Ich würde immer wieder sanden und mit einem schweren Schlepprechen den Boden abziehen und so nach und nach die Rasenfläche einebnen.

Das Beste ist oft den Rasen zu mähen. In einem dichten Rasen können sich Unkräuter nur schlecht versaaten. Viele Kräuter kann man gut ausreißen oder ausstechen, Löwenzahn z.B.

Jede mechanische Unkrautbekämpfung ist besser als Chemie.

Leider sind machen Unkräuter sehr hartnäckig, Klee und Schafgarbe z.B.

Wenn Du keine Einwände gegen Chemie hast, helfen gegen Unkräuter zwei Mittel recht gut:

COMPO Rasenunkraut-Vernichter Banvel Quattro (Nachfolger Banvel M) https://amzn.to/3a4YC7d*

PROTECT GARDEN Universal-Rasenunkrautfrei Loredo Quattro https://amzn.to/3ek2ox5*

Bei dem mit einem * gekennzeichnetem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Durch einen Kauf über diesen Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis. Vielen Dank für Deine Unterstützung.

Das Mittel muss bei trockenem Rasen aufsprühen nach Anweisung des Herstellers aufgesprüht werden. Es darf anschließend 6 h nicht Regen oder Bewässert werden. Nach ein bis zwei Woche ist das Unkraut weg. Du kannst nach den 6 Stunden alles ganz normal weitern mähen.

Die  Schleifpaste, die ich verwende, heißt KR 015800KR, 5kg/120er Körnung (fein), ist von der Fa. Kramp und gibt es nur über Händler zu kaufen, z.B. bei LVB oder einem John Deere/Toro Golfplatzmäher Händler:

https://www.kramp.com/shop-de/de/1122772/3682218/1275803/015800KR+Schleifpaste+5kg+120er+Körnung

Schleifbutter funktioniert auch sehr gut und gibt es z.B. hier:

http://www.gloeckler.com/Produkte/Einschleifpaste/Einschleifbutter-wasserloeslich-/DE_index_1317.html

Die Variante FF ist sehr gut geeignet.

 

Ich habe vier Schnitthöhen auf meinem Grundstück:

Fairway (Hauptfläche) 15 mm

Grün 10 mm

Semirough (normale Rasenflächen)  35 mm

Rough (meine Wiese) ca. 50 -70 mm

Grundsätzlich mähen Sichelmäher besser hohes Gras und Spindelmäher besser kurzes Gras.

Hohes Gras ist relativ. Wer seinen Rasen einfach nur wachsen lassen will und selten mähen will, mäht auf 4 - 5 cm Schnitthöhe. Das ist aus meiner Sicht die Standardschnitthöhe, die ich persönlich viel zu hoch finde.

Hoch fängt bei mir bei 3,5 cm an. 😅

Normal ist bei mir eine Schnitthöhe zwischen 15 mm und 25 mm.

Kurz ist < 15 mm und da wird’s interessant. 

Spindelmäher können hohes Gras nicht mähen. Die vordere Rolle drückt das Gras auf den Boden. Wenn die Halme zu lang sind, richtet sich das Gras nicht wieder auf und dann kann die Spindel das Gras nicht mehr schneiden kann. Außerdem wird die maximale Schnitthöhe durch den Abstand der Messer bestimmt. Je kleiner der Abstand der Messer desto gleichmäßiger ist der Schnitt aber um so öfters muss gemäht werden. 

Sichelmäher können bei unebenen Boden nicht kurz mähen. Wenn die Sichel aufsetzt, entstehen die hässlichen Donuts.

Spindelmäher sind erst ab 3,5 cm abwärts sinnvoll. Ideale Schnitthöhe für den normalen Rasenbesitzer ist eine Schnitthöhe von ca. 2,5 - 3 cm. Dann musst aber auch schon 2 mal die Woche gemäht werden. Alles unter 2 cm Schnitthöhe ist Profibereich, dann wird’s aber erst richtig cool! Dann muss 3 x die Woche gemäht werden! 😃

Je öfter mit einem Spindelmäher gemäht wird, desto dichter wird der Rasen.

Die Grundregel lautet: möglichst selten bewässern, aber dann lange bzw. kräftig bewässern.

Folgende Regel ist sinnvoll: 20/40/40, also 20 % der gesamten Beregungsmenge am Anfang. Dann nach einer Stunde 40 % und noch mal nach einer weiteren Stunde die restlichen 40 % beregnen.

Die richtige Menge Wasser in den Boden zu bringen, hängt besonders von der Art des Bodens ab. Sandige Böden müssen öfters bewässert werden als lehmige Böden, die das Wasser gut speichern. Bei sandigen Böden spricht man so von zweimal bis dreimal pro Woche. Bei lehmigen Boden reicht es ein bis zweimal pro Woche zu bewässern.

Die Wassermenge sollte zwischen 10 und 15 l/m2 betragen, weniger bei sandigen Böden und mehr bei lehmigen Boden.

Der richtige Zeitpunkt zum Gewässern ist dann gegeben, wenn der Rasen sich beim betreten nicht mehr aufrichtet und anfängt bläulich silbrig zu glänzen. Dann muss sofort gewässert werden. Also ist es wichtig den Rasen zu beobachten und dann ausreichend viel Wasser zu sprengen.

Wenn der Rasen dann trotzdem vertrocknet, wird die Sache etwas komplizierter. Es kann sein, dass der Boden sehr stark verdichtet ist und das Wasser vom Boden überhaupt nicht richtig aufgenommen wird. Dann muss der Boden aerifiziert werden. D.h. es werden Löcher in den Boden gestochen bis zu 10 cm Tiefe und mit Sand gefüllt, um die Drainage zu verbessern. Das ist eine relativ aufwändige Aktion, aber auch selbst durchführbar. Man kann auch mit einer Gabelgabel, wenn die Fläche nicht so groß ist, solche Löcher in den Boden stechen, um die Wasserdurchlässigkeit zu hören. Das Wasser muss die Wurzeln erreichen.

Ein zweites Problem kann sein, dass der Boden das Wasser nicht absorbiert und damit nicht zu den Wurzeln der Gräser leitet. D.h. der Sand oder der Mutterboden hat eine Wasser abstoßende Oberfläche. Das nennt sich dann im Fachdeutsch Hydrophobie. Dagegen gibt es teuer Mittel, sogenannte Wetting Agent. Sehr viel Bewässern kann das Problem auch lösen.

Lüften ist sehr viel sanfter als Vertikutieren. Beim Belüften werden dünne gefederte Drähte verwendet, die den Filz aus dem Rasen zupfen. Beim Vertikutieren schneiden Messer den Rasenfilz auf. Dabei entstehen deutlich sichtbare Schlitze im Boden. Das Vertikutieren hat auch Vorteile. Dünger und andere Bodenstoffe werden besser in die Rasentragschicht fallen. Auch eine Nachsaat kann nach dem Vertikutieren sehr gut ausgebracht werden.

Nichts!

Die große Gefahr beim Mulchen ist die Ausbreitung der Poa annua. Ausserdem fördert das Mulchen die Bildung von Rasenfilzes.

Der Vorteil Dünger zu sparen wird aus meiner Sicht überbewertet.

Ich würde bei einer Düngermengen Berechnung das Mulchen nicht berücksichtigen, da schwer abzuschätzen ist, wie schnell und vollständig der Rasenschnitt von den Bodenorganismen zersetzt wird und dem Gras dann als Dünger zur Verfügung steht.

Mulchen wirkt sich nicht so stark aus, wie mache denken. Der Grasschnitt muss von den Mikroorganismen in verwertbare Nährstoff umgewandelt werden. Leider setzt sich der Grasschnitt hauptsächlich als Filzschicht auf dem Boden ab. Genau Angaben zur Nährstoffversorgung sind deshalb nicht möglich. Ich würde einfach ganz normal düngen und den Grasschnitt ignorieren. 

Das Öl kontrollieren, ob es irgendwelche Späne hat oder schon sehr alt ist. Dann ist der Rasenmäher schlecht gewartet.

Luftfilter prüfen. Zündkerze prüfen. Den Motor laufen lassen und schauen ob er gleichmäßig läuft. Springt der Motor gut an? Darauf achten, dass der Motor nicht vorher warm war.

 

Die Schnittqualität der Spindel prüfen. An allen Stellen mit einem Papierstreifen prüfen, ob das Papier sauber geschnitten wird. Ist das Messer blank oder verrostet? Wurde das Gerät beim Händler mal geschliffen?

Wie viele Messer hat die Spindel? Sechs Messer ist Minimum. Zehn Messer besser.

 

Funktioniert der Antrieb? Funktioniert der Freilauf? Kann der Mäher ohne leicht geschoben werden, wenn der Motor nicht läuft?

Unbedingt unter den linken Seitendeckel schauen. Wie ist der Zustand der Keilriemen? Sind die Bauteile stark verrostet? Ist unter der Abdeckung Gras und Dreck? Stichwort Wartung!

 

Wie sehen die Seilzüge aus? Sind die Schrauben verrostet? Funktioniert die Höhenverstellung einwandfrei? Wie stark ist die vordere oder hintere Walze durch Kerben und Dellen beschäftigt?

 

Bei Nachsäen gibt zweitgeteilte Meinungen. Es wäre schon gut, das Mähen zu unterbrechen und mindestens zwei Wochen zu warten, bis die neuen Gräser da sind. Die Samenkörner müssen anwachsen und keimen. Die jungen Gräser sind besonders empfindlich. 

Egal ob Neusaat oder Nachsaat, ich würde immer warten bis die neuen Gräser 6 - 8 cm lang gewachsen sind. Mit eine scharfem Messer kannst Du dann auf einer Schnitthöhe von ca. 5 - 6 cm wieder mähen und langsam von Woche zu Woche auf die gewünschte Schnitthöher tiefer mähen.

 

Auf Golfplätzen wird nach dem Nachsäen einfach weiter gemäht. Da kann man nicht warten, da der Spielbetrieb weiter laufen muss. Das ist aber aus meiner Sicht zu radikal und bei privaten Gärten nicht notwendig. 

 

Vor dem Säen sollte das Gras möglichst kurz gemäht.

Zur Bestimmung des richtigen Zeitpunkts für die Rasendüngung ist die Grünlandtemperatursumme (GTS) sehr gut geeignet. 

 

Für Rasen liegt der Wert bei 150 bis 200 Grad Celsius.

 

 

Basis ist eine Prognose des Vegetationsbeginns über das Temperatursummenmodell von Ernst&Loeper, das in der Agrarmeteorologie für die  gemäßigten Klimaräume angewendet wird.

Eine Düngung weit vor dem Beginn der Vegetationsperiode hat nicht nur negative Folgen in Bezug auf die Effizienz des eingesetzten Düngers. Auch auf den Zustand unserer Gewässer wirken sich zu frühe N-Düngergaben in zweifacher Hinsicht negativ aus:

  • Bei fehlender oder nur geringer Nährstoffaufnahme  kommt es bei Niederschlägen zu Verlagerungen der Düngerstoffe in tiefere Bodenschichten, so dass diese später nicht mehr für die Pflanze verfügbar sind und ausgewaschen werden können. Dies gilt besonders für mittlere und  leichte Böden.
  • In Einzugsgebieten von Karst- und Oberflächengewässern (Talsperren) können bei nicht sachgerechter Ausbringung von Wirtschaftsdüngern mikrobiologische Verunreinigungen der Gewässer,  z. B. über Abtrag von geneigten Flächen erfolgen.

Daraus resultiert, dass Düngemittel möglichst nah am Vegetationsbeginn ausgebracht werden sollten. 

 

Hier der Link zu Temperatursumme in Deutschland:

https://www.isip.de/isip/servlet/isip-de/entscheidungshilfen/gruenland