FAQ`s - Ihr habt mich gefragt...



Die am häufigsten gestellten Fragen an mich und meine  Antworten, die Dir hoffentlich weiterhelfen.

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Dein RASENFREAK – Andreas Krauss

Es gibt Tiefschnitt verträgliche Gräser und weniger Tiefschnitt verträgliche Grassorten. Es ist also wichtig, die gewünschte Schnitthöhe festzulegen. Außerdem gibt es sehr trockenheitsresistente Gräser und Grassorten, die einen hohen Nährstoffbedarf haben, wie die z.B. Poa supina und Poa pratensis.  

 

Dann gibt es Gräser, die sich oberirdisch ausbreiten, und andere Gräser, die unterirdische Ausläufer bilden, wie z.B. die Poa pratensis. Andere Gräser wachsen büschelartig und können dadurch keine Lücken schließen, wie die Lolium perenne (Deutsche Weidelgras)  Allerdings gibt es auch schon Weidelgräser, die sich unterirdisch ausbreiten (RPG von Barenbrug). Oberirdisch Ausläufer bildende Gräser erzeugen schnell eine dichte Grasnarbe, wie die Poa supina oder die Agrostis stolonifera. Bei diesen Gräsern kann die Grasnarbe sehr schnell und sehr stark verfilzen, wenn die Rasenfläche nicht intensiv gepflegt wird. Die Verwendung von oberirdische Ausläufer bildende Gräser würde ich mir sehr gut überlegen. 

 

Ausläufer bildende Gräser schließen sehr schnell Lücken im Rasen, was besonders bei strapazierten Flächen sinnvoll ist.

 

Besonders wichtig für die Optik ist auch die Blattgröße und die Farbe. Es gibt feine Gräser, wie z.B. Festuca rubra und breitblättrige Gräser, wie die Poa supina und die Poa pratensis oder besonders die Festuca arundinacea. Es gibt dunkelgrüne Gräser, wie z.B. die Festuca rubra, und hellgrüne Gräser, wie z.B. die Poa supina und auch die unerwünschte Poa annua. Da muss man schauen, was man schön findet.

 

Auch benötigen einige Gräser extrem viel Wasser, wie z.B. die Poa supina. Da auch die unerwünschte Poa annua Wasser und Nährstoffe liebt, geht man heute andere Wege, um die Poa annua zu verdrängen. 

 

In Zukunft sollten wir viel weniger Düngen und viel weniger Wasser einsetzen! D.h wir müssen Gräser fördern, die wenig Wasser und wenig Nährstoffe benötigen, wie z.B. die Festuca rubra oder auch die Festuca arundinacea, die aber auch sehr breitblättrig ist.

 

Als Nachsaat ist diese Mischung sehr interessant: https://www.rasenwelt.de/rasensamen/fairway-nachsaat-ps-29.html?cache=1614022039

Ich benutze aktuell folgende Rasenmischung: https://www.rasenwelt.de/rasenpflege/hochwertige-fairway-mischung-ps-251.html?cache=1578149706

 

Diese Mischungen enthalten die Lolium perenne, die Poa pratensis und Festuca rubra Sorten. 

 

Das Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) zeichnet sich durch eine schnelle Anfangsentwicklung aus, die sich im raschen Auflaufen und im sofort einsetzenden intensiven Wachstum zeigt. Es eignet sich daher zur schnellen Begrünung neu angelegter Rasenflächen und zur Nachsaat von Lücken.

 

Die Wiesenrispe (Poa pratensis) ist vielseitig als Rasengras einsetzbar. Sie hat eine langsame Anfangsentwicklung, die eine längere Zeitspanne zwischen Aussaat und Aufgang und damit einen zögernden Abschluss der Narbenbildung zur Folge hat. Hat die Wiesenrispe sich in einer Rasenansaat durchgesetzt, ist sie infolge der guten Ausläuferbildung und der starken Wurzelverflechtung ein Mischungspartner, der bei entsprechender Sortenqualität dichte, geschlossene Narben mit guter Belastbarkeit und Trockenheitsverträglichkeit bei nicht zu starker Wüchsigkeit bildet. Sie stellt hohe Ansprüche an die Stickstoffversorgung und bevorzugt trockenere Standorte. Auf nassen Standorten gedeiht sie schlecht. Wegen der guten Belastbarkeit und der dichten Narbenbildung eignet sich die Wiesenrispe vor allem für Strapazier- und Gebrauchsrasen. Die Poa pratensis blüht von Mai bis Juni und ist etwas breitblättriger als andere Gräser! Das muss man akzeptieren und mögen.

 

Der Horstrotschwingel (Festuca rubra ssp. commutata) gehört zu den wichtigsten Rasengräsern. Die Sorten des Horstrotschwingels bilden keine Ausläufer. Sie zeichnen sich durch eine dichte und feine Narben aus. Die Festuca rubra ssp. trichophylla hat mehr oder weniger kurze Ausläufer. Festuca Gräser besitzen eine hohe Trockenheitsresistenz, benötigen wenig Nährstoffe und sind Tiefschnitt verträglich!

Sand lockert den Boden. Sand sorgt für eine gute Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Sand hält die oberste Rasentragschicht trocken. Sand vertreibt Moos. Sand gleich die Bodenunebenheiten aus. Sand bietet Mikroorganismen optimale Bedingungen für den mikrobiellen Abbau der Rasenfilzschicht.

Sanden kann man bis zu sechs mal pro Jahr mit einer Menge 0,35 m³ pro 100 m² oder 2 Liter pro qm.

Sand für Rasenflächen sollte gewaschen sein und eine Korngrößenverteilung zwischen 0,2 mm (besser 0,4 mm) und maximal 2 mm (besser 1,4 mm) aufweisen. 

Mähroboter sind sehr nützlich, wenn man keine Lust hat selbst zu mähen. 

Die Vorteile sind aus meiner Sicht: 

- mulcht sehr gut

- arbeitet sehr leise

- arbeitet eigenständig

- geringer Wartungskosten

- immer schöner Rasen

 

Die Nachteile sind aus meiner Sicht: 

- sehr teuer

- kein Streifenbild möglich

- kein Spindelmäherschnitt

- Sichelmesser sehr schnell stumpf

- Gefahr für Kinder und Tiere nicht ausgeschlossen

- nur als Mulchmäher verfügbar => Grasschnitt kann nicht aufgenommen werden => Gefahr der Ausbreitung der Poa annua und Gefahr von Rasenfilz

- Rand wird nicht mit gemäht

- tiefe Schnitthöhen unter 20 mm sind nur eingeschränkt möglich

- wenn der Mäher sich festfährt, fräst er Löcher in den Boden

Es gibt drei wichtige Düngerphasen im Jahr.

Im Frühjahr sollte man mit einer stickstoffbetonten Düngung starten. 25% oder mehr Prozent Stickstoff ist hier optimal. 

Dann im Sommer muss das Gras Hitze und Trockenstress aushalten. Hier hilft eine mehr kaliumbetonte Düngung bei gleichzeitiger Reduzierung des Stickstoffanteils. 

Zum Winter kann noch mal richtig massiv mit Kalium und Magnesium gedüngt werden, um die Gräser für den Winterstress stark zu machen.

Ausserdem sollte über das ganze Jahr die Nährstoffverteilung passen. Dazu kann man sehr gut unseren Jahresplaner verwenden, der in unseren Shop zu finden ist.

Welchen Düngerhersteller man wählt, spielt aus meiner Sicht nicht so die große Rolle. Compo hat aber eine tolle Auswahl an verschiedenen Düngern. Das finde ich sehr interessant.

Es gibt grundsätzlich Zeit Arten von Düngern: mineralische Dünger und organische Dünger. Natürlich gibt's auch Mischformen. 

Ein mineralischer Dünger muss fachgerecht angewendet werden. Zu viel von dem Dünger und/oder eine schlechte Verteilung kann negative Folgen, wie Verbrennungen und Streifenbildung, erzeugen.

Organische Dünger sind da wesentlich verzeihender, aber nicht so effektiv. Organische Dünger wird langsamer und langfristiger. Die Dünger sind nicht gesundheitsschädlich und deshalb auch für Tiere, wie Hunde und Katzen, unbedenklich. 

Ich finde es sehr wichtig, das Gras zu beobachten und das Wetter im Auge zu behalten. Bei Bedarf muss ein Düngerplan an die aktuellen Bedürfnisse der Pflanze angepasst werden.

Es ist sinnvoll vor dem Düngen zu lüften damit der Dünger schneller vom Boden aufgenommen werden kann.

Unebenheiten und Löcher im Rasen auszugleichen ist leider sehr aufwendig!

Mit Sand kannst man ca. 10 - 20 mm ausgleichen und dann musst man das Gras wieder nachwachsen lassen. Bei tieferen Löchern musst man leider viel Geduld aufbringen. 

Man kann auch mit einem Sodenscheider, wie bei Rollrasen, die Grasnarbe abschälen und dann den Boden unterfüttern. Das ist aber eine sehr aufwendige Sache und dabei wird der Boden auch nicht ganz eben.

Man kann auch öfters walzen, um den Boden etwas zu ebnen. Besonders, wenn der Boden feucht ist, funktioniert das ganz gut. Dabei sackt aber der Boden zusammen und man verdichtet die Rasenfläche. 

Ich würde immer wieder sanden und mit einem schweren Schlepprechen oder Rasenrakel den Boden abziehen und so nach und nach eine ebene Rasenfläche erzeugen.

Das Beste ist oft den Rasen zu mähen. In einem dichten Rasen können sich Unkräuter nur schlecht versaaten. Viele Kräuter kann man gut ausreißen oder ausstechen, Löwenzahn z.B.

Jede mechanische Unkrautbekämpfung ist besser als Chemie.

Leider sind machen Unkräuter sehr hartnäckig, Klee und Schafgarbe z.B. lassen sich nur mit Unkrautvernichter bekämpfen.

Wenn man keine Einwände gegen Chemie hast, helfen gegen Unkräuter zwei Mittel recht gut:

COMPO Rasenunkraut-Vernichter Banvel Quattro (Nachfolger Banvel M) https://amzn.to/3a4YC7d*

PROTECT GARDEN Universal-Rasenunkrautfrei Loredo Quattro https://amzn.to/3ek2ox5*

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Das Mittel muss bei trockenem Rasen aufsprühen nach Anweisung des Herstellers aufgesprüht werden. Es darf anschließend 6 h nicht Regen oder Bewässert werden. Nach ein bis zwei Woche ist das Unkraut weg. Nach 6 Stunden kann man ganz normal weitern mähen.

Die Schleifpaste, die ich verwende, heißt KR 015800KR, 5kg/120er Körnung (fein), ist von der Fa. Kramp und gibt es nur über Händler zu kaufen, z.B. bei LVB oder einem John Deere/Toro Golfplatzmäher Händler:

https://www.kramp.com/shop-de/de/1122772/3682218/1275803/015800KR+Schleifpaste+5kg+120er+Körnung

Schleifbutter funktioniert auch sehr gut und gibt es z.B. hier:

http://www.gloeckler.com/Produkte/Einschleifpaste/Einschleifbutter-wasserloeslich-/DE_index_1317.html

Die Variante FF ist sehr gut geeignet.

Ich habe vier Schnitthöhen auf meinem Grundstück:

Fairway (Hauptfläche) 12 - 16 mm

Grün 5 - 8 mm

Semirough (normale Rasenflächen)  45 mm

Rough (meine Wiese) ca. 60 - 80 mm

Die Grundregel lautet: möglichst selten bewässern, aber dann lange bzw. kräftig bewässern.

Folgende Bewässerungsregel ist sinnvoll: 20/40/40, also 20 % der gesamten Beregungsmenge am Anfang. Dann nach einer Stunde 40 % und noch mal nach einer weiteren Stunde die restlichen 40 % beregnen.

Die richtige Menge Wasser in den Boden zu bringen, hängt besonders von der Art des Bodens ab. Sandige Böden müssen öfters bewässert werden als lehmige Böden, die das Wasser gut speichern. Bei sandigen Böden muss man zweimal bis dreimal pro Woche im Sommer bei Trockenheit bewässern. Bei lehmigen Boden reicht es ein bis zweimal pro Woche zu bewässern.

Die Wassermenge sollte zwischen 10 und 15 l/m2 betragen, weniger bei sandigen Böden und mehr bei lehmigen Boden.

Der richtige Zeitpunkt zum Gewässern ist dann gegeben, wenn der Rasen sich beim Betreten nicht mehr aufrichtet und anfängt bläulich silbrig zu glänzen. Dann muss sofort gewässert werden. Es ist sehr wichtig den Rasen zu beobachten und dann ausreichend viel Wasser zu sprengen.

Lüften ist sehr viel sanfter als Vertikutieren. Beim Belüften werden dünne gefederte Drähte verwendet, die den Filz aus dem Rasen zupfen. Beim Vertikutieren schneiden Messer den Rasenfilz auf. Dabei entstehen deutlich sichtbare Schlitze im Boden. Das Vertikutieren hat auch Vorteile: Dünger und andere Bodenstoffe werden besser in die Rasentragschicht fallen. Auch eine Nachsaat kann nach dem Vertikutieren sehr gut ausgebracht werden.

Zur Bestimmung des richtigen Zeitpunkts für die Rasendüngung ist die Grünlandtemperatursumme (GTS) sehr gut geeignet. Alternativ sollte gedüngt werden, wenn die Forsythie anfängt zu blühen!

Für Rasen liegt der Wert bei 150 bis 200 Grad Celsius.

Basis ist eine Prognose des Vegetationsbeginns über das Temperatursummenmodell von Ernst&Loeper, das in der Agrarmeteorologie für die  gemäßigten Klimaräume angewendet wird.

Hier der Link zu Temperatursumme in Deutschland:

https://www.isip.de/isip/servlet/isip-de/entscheidungshilfen/gruenland

Wer von Kalk spricht, meint in den meisten Fällen die chemische Verbindung Calciumcarbonat (CaCO3), auch kohlensaurer Kalk genannt. Rasen bevorzugt tendenziell eher einen sauren Boden!

Der ideale pH-Wert ist immer abhängig von der Bodenart. Hier empfiehlt es sich eine Bodenanalyse durchführen zu lassen.

Im Fachbuch "Handbuch Rasen" von Martin Thieme-Hack wird ein pH-Wert von 5,5 bis 6,5 empfohlen. 

Einen pH-Werte kleiner 7 bezeichnet man als "sauer" bzw. zunehmend sauer in Richtung 0. Werte größer als 7 bezeichnet mal als "alkalisch".

Man sollte also nur kalken, wenn der pH-Wert viel zu tief ist, also bei ca. 5 liegt.

Sehr gut eignet sich dazu Algenkalk! 

Bei Algenkalk handelt es sich um einen langsam wirkenden Kalkdünger, der meist aus Korallenablagerungen von Rotalgen gewonnen wird. Im Gegensatz zu Dolomitkalk, der aus Muscheln und Resten anderer Meerestiere gebildet wird, enthält Algenkalk daher noch diverse Zusatzstoffe. Der rein biologische Stoff wird zur Bodenverbesserung, Düngung sowie zum Pflanzenschutz eingesetzt. Aufgrund seiner natürlichen Inhaltsstoffe findet er vorzugsweise im ökologischen Gartenbau Verwendung.

Wie alle Kalkvarianten neutralisiert Algenkalk die Bodensäuren und wirkt damit einer langsamen Versauerung entgegen, wobei Algenkalk überwiegend auf leichten und mittelschweren Böden zum Einsatz kommt.

Algenkalk besteht aus rund 80 Prozent Calciumcarbonat (CaCO3), das man auch als kohlensauren Kalk bezeichnet. Daneben enthält er einen relativ hohen Magnesiumanteil und andere, für die Pflanzen essenzielle Spurenelemente wie Mangan, Bor oder Jod.

Aufgrund des optimalen Verhältnisses von Kalk zu Magnesium bringt Algenkalk – im Vergleich zu anderen Kalkdüngern – die verschiedenen Nährstoffe in einem für den Boden günstigen Mengenverhältnis mit sich. Calciumcarbonat ist nicht wasserlöslich, weshalb Algenkalk langsam, aber nachhaltig wirkt und bis auf wenige Ausnahmen für den ganzen Garten geeignet ist.